Bei einem sechsjährigen Kind aus Kaiserslautern wurde durch das Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern eine offene Lungentuberkulose festgestellt. Das Kind, welches sich in ärztlicher Behandlung befindet, zeigt aktuell nur leichte Symptome. Erkannt wurde die mögliche Erkrankung, nachdem das Gesundheitsamt eine sogenannte Umgebungsuntersuchung eingeleitet hatte. Umgebungsuntersuchungen werden durchgeführt, sobald ein bestätigter Fall einer Infektionskrankheit aufgetreten ist“, erklärt Kreisbeigeordneter Peter Schmidt, der auch für das Gesundheitsamt zuständig ist.
Tuberkulose ist eine schwerwiegende, ansteckende Infektionskrankheit, welche durch Bakterien verursacht wird. Tuberkulose verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion in der Luft. Häufig geschieht dies durch Husten. Bei Kindern besteht die Gefahr schwerer Krankheitsverläufe, jedoch sind Kinder unter zehn Jahren aufgrund eines schwächeren Hustens in der Regel nicht so ansteckend wie Erwachsene. „Wir haben derzeit die Hoffnung, dass sich die Infektion in der Kita nicht weiter verbreitet hat“, sagt Schmidt und rät zu einem besonnen Umgang mit der Meldung.
Immer wieder gibt es vergleichbare Fälle, so dass die Umgebungsuntersuchungen laut Schmidt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu den Alltagsaufgaben gehören. Die Vielzahl der aktuellen Kontaktpersonen stellt eine besondere Herausforderung dar. Wenige Tage zuvor wurde die Erkrankung einer Jugendlichen gemeldet, welche eine weiterführende Schule besucht. Hier führt das Gesundheitsamt bereits die Umgebungsuntersuchung durch. Bislang gab es bei keiner der untersuchten Kontaktpersonen Hinweise darauf, dass diese sich infiziert haben könnten.
Das Gesundheitsamt steht im Austausch mit der Kita und der Schule. Die Eltern der betroffenen Kinder können sich mit ihren Fragen an das Gesundheitsamt wenden. Auf der Homepage des Gesundheitsamtes (www.kaiserslautern-kreis.de/verwaltung/gesundheitsamt/) finden Interessierte weitere Informationen und Links zum Thema.
3. April 2025